Quo Vadis 2021 – So gibst du deinen Mitarbeitern eine Perspektive

Quo Vadis 2021 – So gibst du deinen Mitarbeitern eine Perspektive

  • Quo Vadis 2020 – das Resümee
  • „Ohne Perspektive hält sowas niemand lange durch“
  • Quo Vadis 2021 – ein möglicher Ausblick

In unplanbaren Zeiten wie den aktuellen ist es besonders wichtig, Mitarbeitern eine Perspektive und Sicherheit zu vermitteln. Sollten Sie keine Arbeitsplatzgarantie gewährleisten können oder wollen, so schaffen Sie wenigstens Transparenz, dass jeder weiß, woran er ist. Im Optimalfall geben Sie Ihren aktuellen und auch zukünftigen Mitarbeiten eine Perspektive – das versetzt Berge.

Quo Vadis 2020 – das Resümee

„Wir gehen mit 1800 Mitarbeitern in die Krise und wir werden diese mit mindestens 2000 Mitarbeitern verlassen.“

Was für ein Statement, das der Vorstand eines IT Unternehmens im April 2020 seinen Mitarbeiten verkündete. Lassen Sie dieses Statement auf sich wirken  - was macht es mit Ihnen? Es vermittelt Sicherheit, Mut und eine Perspektive. „Ich kann mich auf mein Unternehmen verlassen“ - das ist die Botschaft. Ich habe den besagten Vorstand im Dezember 2020 gefragt, ob er sein Versprechen halten konnte. Seine schlichte Antwort lautete: ja.

Ohne Frage war 2020 für viele Unternehmen eine Riesenherausforderung. Doch gerade in anspruchsvollen Zeiten zeigt sich sehr deutlich, wer sich auf seine Führungskraft und sein Unternehmen verlassen kann. Die einen kündigen allen Mitarbeitern in ihrer Probezeit, andere stellen Mitarbeiter älter 55 Jahre frei.

Das alles habe ich in 2020 erleben müssen. Es ist Ihre individuelle Entscheidung, wie Sie mit Krisen umgehen und wie Sie Ihre Mitarbeiter behandeln. Hier trennt sich ganz klar die Spreu vom Weizen.In 2020 durfte jede Führungskraft für sich klar entscheiden, für welche Art der Führung und Mitarbeiterbindung er und sie einstehen.

 

„Ohne Perspektive hält sowas niemand lange durch“ 

Das sagt Stressforscher Mazda Adli über die derzeitige Ausnahmesituation der Politik und die Bedeutung einer positiven Botschaft für die Zeit nach der Krise.  In der jetzigen Krise kommt es laut Adli sehr auf das Verhalten und die Kommunikation der Politik an. Erweckt sie Vertrauen? Handelt sie glaubwürdig? Macht sie Hoffnung? Gibt sie eine Perspektive für die Zeit danach? Das alles sind Fragen, die gerade jetzt direkte Folgen für die eigene Arbeit haben. Den kompletten Artikel erhalten Sie hier (1).

Was für die Politik im Jahr 2020 gilt, gilt meiner Meinung nach auf für Führungskräfte und Unternehmen. Wer seine Mitarbeiter motivieren und diese auch behalten will, sollte diese Fragen ehrlich und kraftvoll beantworten:

  • Erwecken Sie Vertrauen?
  • Handeln Sie glaubwürdig?
  • Machen Sie Hoffnung?
  • Zeigen Sie Perspektiven auf?

Viele Unternehmen stehen vor großen Herausforderungen und massiven Umbrüchen, doch ohne ihre Mitarbeiter werden diese sicherlich nicht überwunden. Da hilft auch der tägliche oder wöchentliche Zoom-Call nicht wirklich weiter. Was Ihre Mitarbeiter benötigen sind ehrliche Antworten und Perspektiven.

Quo Vadis 2021 – ein möglicher Ausblick

Ich bin davon überzeugt, dass die Durchhalteparolen „alles wird besser nach Covid-19“ oder „sobald Corona vorbei ist, dann…“ wenig helfen werden. Denn eines ist sicher: Auch in 2021 werden wir unter völlig anderen Vorzeichen arbeiten und eventuell auch noch in 2022 – wer weiß das schon!

Kurzer Blick in die Vergangenheit – SURVIVAL OF THE FITTEST 

Kaum eine Formulierung von Charles Darwin hat so viele Missverständnisse hervorgerufen wie „survival of the fittest“. Darwin meinte damit, dass in der Evolution diejenigen überleben und Nachkommen haben, die an eine Umwelt am besten angepasst sind. Wörtlich heißt der Ausspruch „Überleben des Angepasstesten“ .

Daraus leite ich ab, dass diejenigen Unternehmen und Führungskräfte optimal die aktuelle Zeit nutzen, die sich optimal an die Situation anpassen und nicht darauf hoffen, dass danach alles besser wird.Ich wünsche Ihnen den Mut, sich auf diese herausfordernde Zeit auch in 2021 einzulassen.

 

(1)   https://www.sueddeutsche.de/politik/coronavirus-ausgangsbeschraenkungen-stressforscher-interview-1.4859936?