So transformierst du dich und dein Unternehmen in die Zukunft

So transformierst du dich und dein Unternehmen in die Zukunft

Viele IT-Unternehmen und somit auch Führungskräfte stehen vor der großen Herausforderung, sich und ihr Unternehmen in die Zukunft zu transformieren. Doch bleibt dafür oft keine Zeit, denn die Geschäfte laufen exzellent. Gerade Cloud- und HANA-Transformation laufen auf Hochtouren. Doch Vorsicht, meine Damen und Herren - im Erfolg steckt die sehr große Gefahr, die Weiterentwicklung und in den kommenden Monaten und Jahren somit den Anschluss zu verpassen. Das ist schon anderen Unternehmen passiert, da sind wir uns einig – oder wie war das mit Kodak?

Läuft doch super, oder?

Bei den meisten IT-Unternehmen läuft das Geschäft aktuell praktisch von allein. Der Vertrieb kann Cherry Picking betreiben, da die größte Herausforderung sicherlich die Delivery darstellt. Viele Unternehmen nehmen schon keine Neukunden bzw. Projekte mehr an, da aktuell alle auf Hochtouren arbeiten und kein Ende in Sicht ist. SAP HANA Transformation, SAP ERP Migration und Cloud Umstellungen auf AWS, SAP Cloud usw., um nur eine paar aktuelle heiße Themen zu nennen, lasten die Unternehmen aus.

Doch wie war das nochmal, wenn Unternehmen und somit Führungskräfte vor lauter Erfolg und Dauerauslastung den Blick für die Zukunft verlieren?

Ich möchte in diesem Artikel nicht darüber sprechen, welche Unternehmen in Zukunft die neuesten Themen besetzen werden – der technische Blick ist mir hier nicht wichtig. Mir ist hingegen wichtig, was du als Führungskraft genau jetzt unternehmen solltest, damit dein Unternehmen, dein Team und somit auch du nicht stehen bleiben! Genau jetzt kannst du in Zeiten den Fachkräftemangels, ob es ihn nun gibt oder auch nicht, die Weichen stellen, damit deine vorhandenen Talente sich zeigen und weiterentwickeln können. Das schafft nicht nur eine enorme Bindung, sondern zieht auch neue Mitarbeiter aus den Generationen X,Y oder auch Z an.

Was du jetzt tun kannst!

Beginnen wir damit, was du ab jetzt unterlassen solltest, damit du mit deinem Handeln weder dein Team noch dein Unternehmen komplett demotivierst vor lauter beschäftigt sein. Ab jetzt solltest du diese Verhaltensweisen nicht mehr an den Tag legen:

  1. der bildhaft gemeinte Siemens-Opa: „Das haben wir schon immer so gemacht.“
  2. der Besserwisser: „Ich habe die einzig richtige Lösung und ihr setzt diese jetzt um.“
  3. der berechnende Anti-Teamplayer: Ich behalte mein Wissen für mich und versuche, meinen persönlichen Vorteil daraus zu schlagen.“

Hört sich doch alles logisch an und die meisten werden sagen: Das ist doch selbstverständlich, Rechsteiner! Echt? Dann frage mal deine Mitarbeiter, ob sie das auch so sehen. Es ist nicht entscheidend, wie du das siehst – sondern wie deine Mitarbeiter dich in deiner Rolle als Führungskraft wahrnehmen.

Das kannst du tun:

  1. Gib deinen jungen Kollegen die Chance, sich in der ersten Reihe zu zeigen – übertrage ihnen Verantwortung und lass sie machen.
  2. Gib deinen Teammitgliedern die Chance, Neues auszuprobieren.
  3. Lasse andere Meinungen zu.
  4. Schenke deine Kollegen Vertrauen, dadurch gewinnen sie an Selbstvertrauen. Es kann nicht das Ziel sein, ausschließlich Vorgaben umzusetzen, sondern „selbst zu machen“.

Wenn du als Führungskraft und dein Unternehmen es zulassen können, dass junge Kollegen Verantwortung in der ersten Reihe übernehmen, werdet ihr über kurz oder lang keine Probleme mit Nachwuchskräften und somit dem Fachkräftemangel haben. 

Wenn du es zulassen kannst, dass die Aufgaben nicht ausschließlich nach deiner Machart erledigt werden, sondern deine Mitarbeiter eigene Wege in voller Verantwortung austesten können, auch wenn Umwege genommen werden könnten, wirst du als Führungskraft und dein Unternehmen massiv davon profitieren. Mitarbeiter, die sich trotz hoher Arbeitslast beweisen dürfen, werden das Unternehmen weiterentwickeln und das muss dein Ziel sein.

Wenn du in der Lage bist, deine jungen Mitarbeiter zu fördern, kannst du trotz hoher aktueller Auslastung positiv in die Zukunft schauen. Es spielt keine Rolle, ob jemand erst 28 Jahre alt ist – auch dieser Kollege kann natürlich ein Team leiten.  

Wenn du diese Schritte als Führungskraft machen kannst und deinen jungen Kollegen etwas zutraust, bist du in meinen Augen ein echter Leader!