Headhunter knackt den Matching Code für Kandidaten und Firmen

Artikel in der Computerwoche, 15.12.2023

Wie Arbeitgeber und Top-Bewerber am besten zusammenkommen – So geht richtiges Matching

 

Arbeitgeber müssen flexibler werden und sich ein ganzheitliches Bild von der künftigen Führungskraft machen statt sich sklavisch an die Stellenanzeige zu klammern, fordert Headhunter Frank Rechsteiner, und er hat auch ein paar Ideen, wie das gelingen kann.

Immer wieder beklagen sich sowohl Arbeitgeber als auch Bewerber, dass es miteinander nicht klappt, dass beide Seiten zu spät merken, dass sie nicht zusammenpassen. Damit das besser funktioniert, spricht Personalberater Frank Rechsteiner gerne vom sogenannten Matching Code, also einer Methode, bei der Arbeitgeber und Bewerber auf Anhieb und mit möglichst wenig Reibungsverlusten zusammenkommen.

Wenn er sich auf die Suche nach dem richtigen Kandidaten für seinen Auftraggeber macht, ist ein Workshop mit der suchenden Firma fällig „da reicht kein halbstündiges Briefing mit der Personalabteilung“, weiß er aus jahrelanger Erfahrung. Der Schlüssel zum Erfolg liege in der Zusammenarbeit mit der Fachabteilung, um genau das Anforderungsprofil und die Aufgaben zu verstehen.           

Die vertrauliche Zusammenarbeit mit dem Kunden müsse so weit gehen, dass er als Headhunter Kandidaten mit dem richtigen Potenzial vorstellen kann, die dieses dann beim zukünftigen Arbeitgeber voll entfalten können. Sein Credo lautet: Wir matchen nicht auf Stellen, sondern auf Potenzial.

Für Rechsteiner hat der Workshop auf Entscheiderebene und am besten mit der Geschäftsführung deshalb so einen hohen Stellenwert, um auch die Chefs „ganz oben“ für das Thema Fachkräftemangel zu sensibilisieren und die Anforderungen klar herauszuarbeiten. Seiner Erfahrung nach wird das Profil viel zu allgemein formuliert. „In 95 Prozent der Fälle liegt das Problem im Unternehmen, wenn nicht der richtige Bewerber anklopft“, lautet seine Ansage an die Arbeitgeber.

Nach wie vor schauen sich die meisten Unternehmen den Kandidaten auf Skill- Ebene an – nach dem Motto: Was hat er schon alles gemacht? Das sei aber „nur die halbe Miete“, man müsse den Kandidaten „ganzheitlich“ betrachten. Da gehe es dann um eine Persönlichkeitsanalyse, wie er etwa auf Stress-Situationen reagiert. Aber auch das private Umfeld sollte angesprochen werden, um eventuell den Kandidaten besser verstehen zu können, warum er in bestimmten Situationen wie reagiert.

Fakt sei, so Rechsteiner, dass die Erwartungshaltung der Arbeitgeber auf C-Level und der Führungsebene sich dahin verändert hat, dass die fachliche Ebene weniger wichtig wird. Vielmehr komme es heute unter anderem darauf an:

  • Kann der Bewerber Leute begeistern?
  • Hat er eine Vision für die Firma beziehungsweise die Mitarbeiter – und wo will er mit der Firma hin?
  • Wie geht er mit Mitarbeitern um?

Und schließlich, was oft nicht so explizit genannt wird, aber „megawichtig“ sei – Vertriebserfahrung.

Rechsteiner nennt diese Kandidaten Business Accelerator. Also solche, die in der Lage sind, einen neuen Bereich aufzubauen, Branchenerfahrung mitbringen, sofort mit Innovationen punkten und am besten Kunden und ein Team mitbringen.

Wenn du glaubst, es gäbe einen 5-Punkte-Plan, den du nur abarbeiten musst, um den Matching Code erfolgreich umzusetzen, muss ich dich leider enttäuschen. Jedoch gibt es einige Muster und Methoden, die sich in den letzten 20 Jahren meiner Arbeit bewährt haben, um die Erfolgswahrscheinlichkeit deutlich zu erhöhen. Folgendes kann ich dir mit Blick in Richtung Unternehmen und Kandidaten sagen:

Firmen:

Die Durchführung eines halb- bzw. eintägigen Strategie-Workshops mit der Geschäftsleitung und allen Führungskräften erhöht die Chancen des perfekten Machtes um ein Vielfaches. Dabei handelt es sich nicht um HR- oder Personal-Workshop. Mein Strategie-Workshop stellt die Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit für die Personalgewinnung auf Executive Level dar.

Kandidaten:

Kandidaten dürfen ganzheitlich gesehen werden – nur den Fokus auf den Teilausschnitt der Fachlichkeit zu legen, ist zu wenig.  Klar, das machen doch alle! Mag sein, doch da gibt es meiner Meinung nach wirklich wichtige Unterschiede und Feinheiten, die dann eben auch den Unterschied machen.

Ich betrachte Kandidaten ganzheitlich – das heißt mit dem 360-Grad-Blick. Ich bewerte somit erst nach diversen Gesprächen und Analysen, ob ich diese Dame bzw. diesen Herren vorstelle.

Es ist essenziell, sich den Menschen grundsätzlich ganzheitlich zu widmen, bevor ein Urteil und eine Entscheidung hinsichtlich Passung zu einem Unternehmen gefällt werden können. Ich möchte die ganze „Geschichte“ jedes Einzelnen hören und kennenlernen dürfen, um mir ein umfassendes Bild machen und die nächsten Schritte bewerten zu können.

Davon profitieren alle Beteiligten und das ist unser gemeinsames Ziel.

Wie ich konkret vorgehe, erkläre ich dir gerne im Gespräch. Fixiere am besten gleich einen Termin mit mir.