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März 10, 2018

“THE BIG DATE” – Warum ein Vorstellungsgespräch ausreicht

Einer der größten Faktoren, die den Erfolg im Recruiting verhindern, sind die langandauernden Prozesse. Es vergehen oft Wochen oder Monate vom Erstkontakt bis zur finalen Entscheidung. Statistisch ist es bereits erwiesen, umso länger der Recruiting-Prozess dauert, desto höher ist die Gefahr, dass Ihr Kandidat abspringt. Somit arbeitet in diesem Fall die Zeit schlichtweg gegen Sie!

Warum treffen Sie Ihre Entscheidung nicht sofort?


Das dachte sich schon vor Monaten einer meiner Kunden im Workshop und wir setzten gemeinsam einen klaren Prozess auf. Nachdem die Rahmenbedingungen im ersten Telefoninterview von HR-Seite geklärt sind und der Kandidat als qualifiziert eingestuft worden ist, startet im Anschluss sofort folgendes Prozedere:

  • Es gibt nur einen persönlichen Termin – der dauert meistens im Schnitt vier Stunden.
  • Der Kandidat wird von insgesamt vier Personen interviewt.(beispielsweise 1 Stunde Gespräch mit dem HR, 1 Stunde mit dem Abteilungsleiter,  1 Stunde mit einem zukünftigen Kollegen und am Ende 1 Stunde mit dem Geschäftsführer)
  • Im Anschluss wird die Einstellungsentscheidung gemeinsam sofort getroffen!
  • Der Arbeitsvertrag wird innerhalb von 12 Stunden erstellt und dem Kandidaten vorab per Mail und parallel per Post geschickt.

Wie kommt dieser Prozess bei den Bewerbern an?


Ein einstimmiges WOW – „sowas habe ich noch nicht erlebt“ oder „mir wurde selten so große Wertschätzung entgegengebracht“! Somit lässt sich festhalten, Sie wollen Ihre Kandidaten nicht nur durch Worte von sich und Ihrem Unternehmen überzeugen, sondern vor allem durch Handlungen und Taten. Demnach sollten Sie darüber nachdenken, warum Sie noch nicht nach dem Prinzip “THE BIG DATE” handeln.

Was muss die Organisation leisten, damit “THE BIG DATE” funktioniert?


Es gibt meiner Meinung nach zwei Erfolgsfaktoren, die Sie berücksichtigen dürfen:

  • Allen Recruiting-Beteiligen muss klar sein, dass Sie nach der “alten Methode” nicht mehr erfolgreich sind und sein werden.
  • Sie benötigen das einstimmige “Kommittent” von allen Beteiligten.

Das hört sich leicht an und ist es im Grundsatz auch. In unseren Workshops war den HR-Verantwortlichen schnell klar, dass diese Methode sehr erfolgreich sein wird. Nur wie überzeugen wir unsere Fachabteilung davon? Diese Fragen haben wir mit der Geschäftsführung direkt in einer Session geklärt. In einer weiteren Sitzung haben wir gemeinsam mit der Geschäftsleitung, der Fachabteilung und dem HR inklusive externer Moderation den Prozess verabschiedet. Rückwirkend lässt sich sagen, dass alle Beteiligten sehr zufrieden mit den Ergebnissen von “THE BIG DATE” sind. Die Abschlussquote hat sich deutlich erhöht.

Fazit:  


Fragen Sie sich selbst, warum Sie heute noch nicht nach dem “THE BIG DATE”– Prinzip handeln und was Sie davon abhält. Ein klassisches “so haben wir das schon immer gemacht” lasse ich da einfach nicht gelten.

Ich freue mich auf Ihr Feedback hierzu.